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<img"ZenTangle_was_darfs_kosten_Blog_Barbara_Liechti"/>Achtsamkeit beginnt bei dir

Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Menschen in ihrem eigenen Miniuniversum unterwegs sind. Kein Blick nach links. Kein Blick nach rechts. Das eigene Leben wird tagein tagaus abgespult.

Es ist November und in meiner Region hat es oft und zum Teil dichten Nebel. Manchmal sind’s „nur“ Nebelbänke. Doch darum geht es nicht.

Achtsam sein. Sehen und gesehen werden

Sie ist im Strassenverkehr wie im Leben per se wichtig.
Die Achtsamkeit.
(Zu) oft sind wir mit unserem täglichen Leben (zu) beschäftigt und gehen stets von der eigenen Wahrnehmung aus. Für das Individuum ist klar was richtig und was falsch ist, „wie es läuft“.

Wenn’s dunkel ist, schalten wir an unseren Fahrzeugen das Licht ein. Bei Tag benötigen wir ja kein Licht. Wir sehen ja genug. Nun ist da dieser Nebel. Eigentlich ist’s hell. Doch die Sicht beträgt weniger als 50 Meter. Doch weil’s ja Tag ist, benötigen wir kein Licht. Diejenigen, die hinter uns fahren, sind äusserst dankbar, wenn wir uns sichtbar machen!

Ist es im Leben nicht auch so?

  • Wie machen wir uns im Leben sichtbar?
  • Was behindert die Sicht in unsere Leben?
  • Wo sind wir manchmal sogar blind und merken’s nicht?
  • Wie sorgen wir dafür, den Überblick zu haben?
  • Wie resp. woran orientieren wir uns?

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<img"Individualpsychologische Beratung und Coaching Barbara Liechti sitzend"/>Barbara Liechti
Rebenweg 5
3274 Bühl b. Aarberg
+41 79 455 49 64
barbara.liechti.ip@gmail.com

Ich freue mich auf Sie!

Ich find‘ den Vergleich Strassenverkehr vs. Leben passend. Zahlreiche Parallelen verdeutlichen unseren Lebensstil sprich unsere Grundüberzeugungen. Welches Auto wir fahren. Klein aber oho! Oder gross und stark. Wie wir uns im Strassenverkehr verhalten. Welche Risiken wir eingehen. Ob wir uns des möglichen Preises bewusst sind? Und wie befassen wir uns mit eben dieser Frage; die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen? Wir setzen uns in unser Auto und fahren los. Wie immer.

Bei Nebel mit Sicht unter 50 Meter ein gewagtes Überholmanöver. Na jaaa… gestern um diese Zeit kam ja auch keiner entgegen… wird schon gut gehen… Das eigene Programm wird gedankenlos abgespult. Die Prioritäten setzen wir ebenso; nur noch schnell dies und das erledigen… Der Fahrradfahrer, der entgegenkommt…

Unachtsamkeit, Unüberlegtheit und in Sekundenbruchteilen kann sich alles verändern
Wir setzen uns in unser Auto und fahren los. Wie immer. Wir verschwenden keinen Gedanken an unsere jahrelangen Macken, Handlungsabläufe. Alles läuft im Autopilotmodus. So doch auch im Leben; ist es nicht so? Wir stehen morgens auf und das Tagesprogramm spult sich ab. Unser Denken ist stets dasselbe. Unsere Gefühle und unser Handeln dazu ebenfalls. Und abends schauen wir auf einen weiteren Lebenstag zurück. Ein Tag wie jeder andere auch. Nichts hat sich verändert.

Achtsamkeit – sich reflektieren
Wie erfrischend ist es da sich ab und zu reflektieren zu lassen. Kürzlich las ich einen Kommentar eines Mannes, der seit über 30 Jahren Auto fährt. Er hat sich bei einem Fahrlehrer eine Stunde Refresher gegönnt und so einiges über seine Mödeli und seinen Fahrstil erfahren. Blinde Flecken sind (wieder) bewusster geworden. Und schon sitzt dieser Mann mit einer anderen Grundhaltung hinter’s Steuer.

Ich bin davon überzeugt, sich selbst zu reflektieren gehört einfach mit zum Leben dazu.

Stehe still und sammle dich. Bewusst eine Situation wahrnehmen und sich auch mal selbst beobachten. Oder sich auch von aussen reflektieren lassen. Dies sind immer wieder sehr erhellende Momente. Ich bin stolz auf jeden Menschen, der dies immer wieder ganz bewusst tut; das Herz in die Hand nimmt und den Blick in den Selbsterkenntnisspiegel immer wieder ganz bewusst und achtsam tut.

Was wir dann aus diesen Erkenntnissen machen… ja das ist ganz gemäss der Tatsache, dass wir Menschen Entscheidungen treffende Wesen sind, dem Individuum überlassen. Ich erMUTIGe dazu etwas zu verändern… um andere Erlebnisse haben zu können.

Ich wünsche euch allen stets allzeit gute und sichere (Lebens)-Fahrt!

<img"ZenTangle_Trabi_Blog_you_and_me_awesome_Barbara_Liechti"/>Nur für dich, mein Schatz! 

28.09.2018/BLi
Wir Menschen sind soziale Wesen und nicht für’s Alleinsein gemacht. Wir suchen uns Weggefährten. Seien dies Freundschaften, Menschen mit denen wir ein Hobby ausleben, Lebens(abschnitts)Partner… 

„Frau“ ist in den besten Jahren und vom Leben eingeladen, sich (wieder) zu finden, auch neu zu finden. Und „Frau“ wünscht sich wieder einen Partner an ihrer Seite. „Mann“ sieht „Frau“ gerne an, bewegt sich gerne in ihrer Gesellschaft. „Mann“ sieht sich als „Jäger“. „Frau“ erlebt sich als „das Wild“. Die Wahrnehmungen könnten unterschiedlicher nicht sein! „Mann“ kann nicht nachvollziehen, warum „Frau“ sich so ziert. Beide sind doch einsam, denkt sich „Mann“. Warum also will „Frau“ nicht?!

„Frau“ will für ihren Partner die Nr. 1 sein. Keine Option. Keine Mätresse.
Kein Gebrauchsartikel.

„Mann“ lädt „Frau“ zum Essen ein, macht ihr Geschenke, umwirbt sie. Mit der unausgesprochenen ErWartung oder mindestens Hoffnung, dass – wenn „Frau“ die Angebote annimmt – „Frau“ sich danach auch erkenntlich zeigt. Zuhause bei „Mann“ ahnt niemand etwas von den Geschehnissen. Beim Schreiben kommt mir spontan der Seidenlaubenvogel in den Sinn. Das Weibchen wählt ihren Partner aufgrund der "Güte und Schönheit" der vom Männchen gebauten Laube aus...  weiteres kann hier nachgelesen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Seidenlaubenvogel

Zurück zur Geschichte; „Frau“ will für ihren Partner die Nr. 1 sein. Keine Option. Keine Mätresse. Kein Gebrauchsartikel. „Frau“ sagt Nein resp. macht deutlich, dass keine Gegenleistung ausgenommen Freundschaft ihrerseits zu erwarten ist.

 

„Frau“ fühlt sich in ihren Empfindungen ambivalent. Manchmal geschmeichelt, dass „Mann“ sich gerne in ihrer Gesellschaft sieht. Meistens jedoch fühlt „Frau“ sich gejagt. Missverstanden. Missbraucht. „Frau“ ist ständig auf der Hut, wie weit sie gehen kann oder was sie wie sagen/tun kann, damit’s nicht als unausgesprochene Aufforderung zuhanden „Mann“ verstanden wird.
Eine echte Herausforderung!

„Mann“ versteht’s nicht. Er versteht nicht, was daran schlimm sein soll. Etwas gemeinsame Zeit, ein Schäferstündchen o.ä. zu verbringen… es erfährt ja niemand. Und dann geht „Mann“ wieder nachhause. Zu Frau und Kind. Und „Frau“ bleibt zurück. Alleine. Als Option. 
Nein, das ist definitiv keine Option!

„Frau“ will für ihren Partner die Nr. 1 sein. Keine Option. Keine Mätresse. Kein Gebrauchsartikel.

„Frau“ lernt hier und da Männer kennen. Trifft sich manchmal auch mit dem einen und anderen. „Frau“ versucht wiederholt eine Beziehung aufzubauen, was jedoch misslingt. „Frau“ wünscht sich Verbindlichkeit. „Mann“ wünscht sich eine Option. Denn… der „Preis“ im eigenen Leben wirklich etwas ändern zu wollen, ist dann doch zu hoch. Bei sich selbst etwas verändern zu wollen steht nicht zur Diskussion. Lieber ein Pflaster über die Wunde kleben… es folgen regelmässige Wundverbände ohne die Wunde selbst behandeln zu wollen. Merke: irgendwann entzündet sich die Wunde und es folgt ein Infekt und dieser breitet sich weiter aus… nach innen.. bis zur "Sepsis"...

Dann lernt „Frau“ „Ihn“ kennen. Unerwartet. Päng… verliebt. Er ist es! Ja! „Frau“ will für ihn sein Ein- und Alles sein. Nur für ihn.
Ahhh… und bei den anderen lodert die Eifersucht, der Neid, die Wut. Doch dies hat mehr mit „Mann“ und den infizierten Wunden als mit "Frau" zu tun. 

Es geht um Abweisung und Anziehung. Es ist das wohl älteste Spiel auf dieser Welt. Das Werben. Die Befriedigung von Grundbedürfnissen, wie wir sie alle haben. Sich begehrt zu fühlen, Nähe, Geborgenheit, Zweisamkeit, Lust, für den anderen wichtig sein, Sexualität…

Wenn wir wollen, dass sich in unserem (Er)-Leben etwas ändert, sollten wir etwas anders machen als bisher. Unser (un)-bewusstes Denken hinterfragen. Die Muster beleuchten. Die Gefühle und die Bedürfnisse benennen lernen. Und ja… jede Entscheidung hat ihren Preis. Fragt es sich somit: „was darf’s kosten?“

„Frau“ will für ihren Partner die Nr. 1 sein und umgekehrt.

<img"ZenTangle_Trabi_Blog_Trabi_Barbara_Liechti"/>

Trabi

01.09.2018/BLi
Des Nachts werden vom Gehirn resp. Unterbewusstsein die sog. Tagesreste verarbeitet. Es handelt sich dabei um all jene Eindrücke, Erlebnisse, Gerüche, Gefühle… die während des Tages bewusst und unbewusst erlebt wurden und noch etwas «Nachbearbeitung» benötigen.

Ich selbst träume relativ oft so, dass ich mich am Morgen – manchmal mehr, manchmal weniger – daran erinnern kann. Kürzlich habe ich wieder etwas an meinem (unbewussten) Verhalten verstanden. Und mein Traum hat mir dabei sehr geholfen.

Es gibt eine Aussage, die mich von frühester Kindheit an begleitet. «Du bist mein Trabant». Sobald ich diesen Satz höre, sehe ich den Trabi, dieses Auto vor meinem geistigen Auge. Dieses kleine, unermüdliche Auto das läuft und läuft und läuft… 

In meinem kürzlichen Erleben gibt es ein Ereignis und ein dazugehöriges Gefühl. Ich bin gerne für andere da. Das «gibt» mir ein gutes Gefühl. Jeder Mensch will wichtig sein. Ich auch. In meiner Kindheit habe ich früh folgende Schlussfolgerung gezogen: «nur wenn ich anderen helfe, kann ich wichtig sein». Entsprechend auch mein Verhalten. Immer und immer wieder. Kürzlich half ich wieder. Weil es die Situation in meiner Wahrnehmung so erfordert hat. Als das Gröbste vorbei war, alles (wieder) im grünen Bereich, verliess ich die Szenerie und ging nachhause. Bei der anderen Person kehrte die Normalität wieder ein. Ja dieser Mensch fühlte sich zum Glück! wieder so gut, dass sogar eine -wenn auch nur kurze – Teilnahme an einer geplanten Hochzeit möglich wurde.
Soweit so gut.

 

Es ist folgende Kombination, die ich hier zu beschreiben versuche:

Notleidender Mensch sucht Hilfe bei mir – für mich selbstverständlich umgehend zu helfen – ich stelle mich zurück – ich fühle mich wichtig, gebraucht, es tut mir gut mitzuerleben, wie’s der notleidenden Person (bald) besser geht – die Situation entschärft sich; ein beruhigendes, warmes, wertschätzendes Gefühl stellt sich ein «ich bin wichtig» «ich kann helfen» – meine Erwartung: Notsituation => grosse Anspannung => grosse Erschöpfung => viel Aufregung = Entspannung = zuhause bleiben = Ausruhen = neue Kräfte tanken.

Entspannung bedeutet für jeden etwas anderes. Z.B. sich in soziale Situationen zu begeben um sich damit «etwas Gutes» zu tun.
Mein Lebensstil wurde dadurch jedoch aktiviert… die Erwartung, dass «man» sich nach einer wie oben beschriebenen Akutsituation erst mal zuhause stillhält, sich erholt, war nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil… jetzt wird gefeiert! Mein Gefühl dazu: vereppelt, nicht ernst genommen, lächerlich gemacht, ausgenutzt. Und dann kam sie, die kleine, fiese innere Stimme, die mir laut ins Herz schrie: «siehst du! Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen! – der Trabant hat seinen «Auftrag» erledigt. Jetzt kannst du wieder abdampfen.

In unserem Erleben gibt es unzählige Situationen, wo wir selbst dafür sorgen, dass unsere unbewussten Grundüberzeugungen – unser Lebensstil – bestätigt wird. Mit dem Ziel der Bestätigung: «Ich bin nur ein Trabant». Mein Traum half mir die Gedanken, die Gefühle dazu zu verarbeiten. Ich bin ich in meine Kindheit / Jugend zurückversetzt worden und konnte etliche Situationen als Aussenstehende, Erwachsene beobachten. Und dann ist der Groschen gefallen! Ich habe verstanden, wie ich’s anstelle, was andere «tun müssen», damit ich aktiviert werde.

Vielleicht helfen Ihnen folgende Fragen, um Ihre eigenen Muster etwas zu beleuchten.

  • Wozu helfe ich? Was ist mein (unbewusstes) Ziel? Welche Grundüberzeugung will ich (unbewusst) erreichen/erleben/bestätigt haben?
  • Was haben die Situationen gemeinsam?
  • Wann sage ich mutig Nein, wann gelingt es mir (noch) nicht? Wo ist der Unterschied?
  • Für wen bin ich verantwortlich?
  • Wie schnell lasse ich mich «ins Bockshorn» jagen? Was muss der andere tun, damit ich «zum Trabi» werde?

Was verraten Ihnen Ihre Träume? Welche Botschaft wiederholt sich darin? Und… was machen Sie daraus?
Wir Menschen sind Entscheidungen treffende Wesen. Wir müssen nicht so bleiben, wie wir sind. Wir dürfen, ja wir sollen uns verändern und unser Denken – Fühlen – Handeln immer wieder überprüfen. Wo finden sich entmutigende, wo erMUTIGende Prozesse?
Wo, in welchen Lebenssituationen handeln wir gemäss unseren Mustern von damals?
Ist’s für uns okay oder wollen wir etwas daran verändern? Zum Beispiel unser Denken dazu? Denn wir wissen ja: anderes Denken = andere Gefühle = andere Handlungen = anderes Resultat.

 

Quelle: Wikipedia
Trabant (Pkw)
Trabant heißt die ab 1958 in der DDR im VEB Automobilwerk Zwickau, später VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, in Serie gebaute Pkw-Baureihe. Zur Zeit seiner Einführung galt er als moderner Kleinwagen und ermöglichte neben dem Wartburg (Automarke) die Massenmotorisierung in der DDR. Während seiner langen Bauzeit wurde er nur im Detail weiterentwickelt, sodass er in späteren Jahren letztlich die Erstarrung der DDR-Wirtschaft widerspiegelte. Relativ große Stückzahlen erreichte von 1964 bis 1991 insbesondere der Trabant P 601, der 1989/1990 zu einem Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands wurde. Ähnlich wie der VW Käfer entwickelte sich der oft liebevoll „Trabi“ genannte Wagen zu einem Kultfahrzeug mit umfangreichem Freundeskreis. Bis in die frühen 1980er-Jahre war der Trabant auch in internationalen Rallye-Wettkämpfen erfolgreich. Viele Fahrzeuge wurden in die ČSSR, nach Polen und Ungarn exportiert.

<img"ZenTangle_Erfahrungen_Painted by: Barbara Liechti©"/>Wenn dich deine Vergangenheit ruft... antworte nicht; sie hat dir nichts Neues zu erzählen!  

29. Juli 2018/BLi
Kürzlich sagte mir jemand, dass er sich wünschte, es gäbe eine Delete-Taste für alle unangenehmen, schlimmen Erfahrungen die ein Mensch im Leben macht. Nur die neutralen und schönen, hellen, liebevollen, verbinden Erinnerungen sollten gespeichert bleiben. Zu sehr laste die Erfahrung der Vergangenheit auf seiner Seele. Diesen Wunsch kann ich aus seiner Sicht nachvollziehen doch: wer wären wir dann? Für mich eine schreckliche Vorstellung, denn: ich bin die, die ich bin gerade wegen all den gemachten Erfahrungen. Nichts würde ich missen wollen. Wir Menschen könnten nicht überleben, wenn wir alles, was uns unangenehm ist, einfach auslöschen würden. Wir benötigen alle Erfahrungen. Sie prägen unser Wesen, daraus lernen wir. Die Summe als Ganzes macht das Individuum Mensch aus. Mensch zu sein. Anstelle des Wunsches nach Vergessen sollten wir uns damit befassen, die eigenen Muster, Grundüberzeugungen verstehen zu wollen. Wie ist es zu diesen Erfahrungen gekommen? Wo ist mein eigener Anteil dabei? Wir haben mehr oder weniger immer unseren eigenen Anteil dazu beigetragen. Wenn wir dies zu verstehen beginnen, geschieht Veränderung.

Unter gewissen Umständen kann eine „Kapitulation“ die klügere Reaktion auf ein aktuelles Lebensthema sein. Sprich: Annehmen. Nicht länger dagegen ankämpfen wollen. Druck löst immer Gegendruck aus und entfernt uns vom Verstehen und somit von einer Lösung. Zu langes Nachdenken über eine Sache kann sie sogar verunmöglichen. Wir bleiben im negativen Gedankenstrudel hängen… und treffen – obwohl wir es fühlen – alte, bisherige Entscheidungen. Bloss mit einem Ziel: die vermeintliche Komfortzone zu sichern, bloss nicht noch mehr Unerwartetes! Das innere Kind ruft: „Hilfe! lass uns abhauen!“

 «Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden»
(C.F. Oetinger)

 


Anstatt sich wiederholt als Opfer der anderen u/o der Umstände zu sehen und sich ständig zu fragen, was im eigenen Leben schief gelaufen ist, was als störend empfunden wird, können wir uns darum tun, den wahren Zweck, der damit verbunden ist, zu ergründen. Wozu erwarten wir das Scheitern? Wozu halten wir wie ein Ertrinkender an unseren Mustern, an unseren negativen Gedanken fest? Was „bringt’s“ uns denn immer wieder? Freud oder Leid? Lust oder Frust?

„Wenn du wissen willst, was du willst,
musst du schauen was du tust
und was das Resultat deiner Handlung ist“
(Quelle unbekannt)

Wir sind ganz genau an jenem Punkt im Leben, an dem wir sein wollen. Eine provokative Aussage. Doch es ist das Resultat unserer in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen. Wir haben immer die Wahl. Jetzt, in fünf Minuten, morgen...

Nochmals die Frage: wozu bleiben wir in unseren gewohnten Mustern hängen, obwohl wir immer wieder ganz deutlich spüren, dass sie uns ja ‚eigentlich‘ überhaupt nicht guttun? Es sind unsere lieb gewordenen, langjährigen Gewohnheiten, Überzeugungen und Erwartungen an uns selbst, an andere, an das Leben die uns "Scheinsicherheit" geben. Da drin kennen wir uns ja bestens aus, seit Jahren!  Diese Grundüberzeugungen zu durchbrechen verlangt Mut. Und was ist dann, nach der Veränderung? Ist’s dann besser?! Diese Frage stellen sich viele. Ob's besser wird, weiss ich nicht. Es wird auf jeden Fall anders. Das gilt es dann eben herauszufinden. Und schon wieder stehen neue Entscheidungen an.

Da bleiben wir doch lieber in unseren Mustern und verteidigen – natürlich nicht offensichtlich – mit dem Schwert der Entmutigung – unsere Komfortzone, komme was da wolle.

  • Was wäre denn, wenn ich plötzlich glücklich wäre?
  • Was wäre denn, wenn ich plötzlich zufrieden wäre?
  • Was wäre denn, wenn ich plötzlich dazugehören würde?
  • Was wäre denn, wenn ich mich plötzlich lebendig fühlen würde?
  • Tja, was wäre denn, wenn… ?

Gib und dir wird gegeben. Wenn wir einem anderen Menschen etwas geben, tun wir das ganz bewusst. Jedenfalls meistens. Würden wir in uns selbst ruhen, müssten wir uns darüber keine Gedanken machen. Wir würden unserem Gegenüber nicht mit Argwohn, Angst, Verurteilung begegnen. Wir geben vermutlich vielen Menschen, denen wir im Leben begegnen, oft ganz automatisch irgendetwas.  Doch wir verbinden damit – bewusst oder unbewusst – eine ganz bestimmte ErWartung. Unsere Worte und Handlungen bilden dafür die sichtbare Basis. Und wenn diese ErWartung nicht erfüllt wird, sind wir enttäuscht, wütend… und schon wieder in negativen Gedanken. „Ich hab’s ja gewusst! Immer wenn ich…“ Und die eigene Grundüberzeugung bestätigt sich wieder. Gleiches Verhalten = gleiches Resultat.

Jeder Mensch trägt den eigenen Heiler in sich selbst!
Wenn wir eine Lebenssituation, einen Menschen verlassen und in unserem Herzen der Groll weitertobt kann sich der Kreis des LosLassens und NeuBeginnens nicht schliessen. Es findet keine innere Heilung statt. Die Wunde bleibt unversorgt. Die damit verbunden Erfahrungen werden sich im WeiterLeben wiederholen. Das innere Leiden wiederholt sich solange, bis wir bereit sind, den Groll, die Vergangenheit wirklich loslassen zu wollen. Es geht darum, aus der Vergangenheit zu lernen. Seine eigenen Anteile am Geschehenen erkennen zu wollen und dadurch weiser, weicher zu werden. Nichts geschieht ohne Grund und wir dürfen allen Erfahrungen, die wir im Leben machen, Danke! sagen. Sie sind unsere Lehrmeister. Sie bringen uns weiter. Jede Erfahrung ist wertvoll. Wenn wir dies anerkennen lernen, können wir mit uns selbst Frieden schliessen und im inneren Frieden weiter gehen.

Es ist unsere Art wie wir Denken die die Gefühle in uns auslösen. Diese Gefühle durchdringen jede Faser unseres Körpers. Durch die Gefühle werden wir geprägt. Wir vergessen womöglich die Einzelheiten, ja vielleicht sogar das Ereignis an sich. Doch die Gefühle dazu gehen nie vergessen und sie lassen uns immer wieder in dieses ganz spezielle Handeln kommen. Erst wenn wir für die innere Heilung bereit sind wird Linderung einkehren. Dann können wir das alte Kapitel abschliessen und das nächste starten. 

Oftmals sind es die kleinen Veränderungen der eigenen Denkweise die schlussendlich eine neue Handlungsweise auslösen. Einen anderen Menschen einfach so zu erMUTIGen, einer dürstenden Pflanze oder einem dürstenden Tier Wasser geben. Nähe. Einen wertschätzenden Händedruck. Einen freundlichen Blick. Ein Lächeln schenken… dies sind wertvolle Handlungen der Nächstenliebe. In unseren Handlungen erkennen wir die wahren Absichten. 
Neues Verhalten = neues Resultat.

Sobald wir für wirkliche Veränderung – zur inneren Heilung – bereit sind, wir dies wirklich wollen, öffnen sich meist unerwartet Tür und Tor.
Dabei dürfen wir ganz bewusst innehalten. Langsamer werden. Atmen. Dann können wir erkennen, welche Wunden geheilt werden wollen. Verletzungen aus Beziehungen, das eigene Wertesystem hinterfragen und überdenken, Ängste, verhärtete Gefühle, Sturheit, Unversöhnlichkeit, Wut, Rache und so vieles mehr. Alles trennende Gefühle. 
Es ist unbedingt notwendig, ja es ist zwingend, dass wir uns immer wieder die Zeit nehmen, uns von alten Überzeugungen, Gewohnheiten, festgefahrenen Meinungen und sogar von Weggefährten zu trennen. Loszulassen ist für viele Menschen schwierig. Doch nur mit dem Loslassen können wir uns von Altlasten befreien und gestärkt die nächste Etappe beginnen.

Druck
Doch wir ändern nur dann etwas an unserem Denken – Fühlen – Handeln wenn wir so sehr unter Druck stehen, dass uns das Wasser bis zum Halse steht. Erst dann sind wir bereit: jetzt muss sich was ändern! Und dann soll's bitteschön schnell gehen. Wenn wir wirklich wollen, können wir (fast) alles erreichen. Und sonst finden sich eben genügend Erklärungen, Ausreden… doch auf diesen Weg kann sich nur jede/r für sich selbst begeben. Mit Unterstützung von aussen; doch die wahren Veränderungen kann nur jede/r für sich vollziehen.

Es ist möglich: man kann in seinem Leben mehrere Leben leben. Eine Türe schliesst sich hinter uns… und eine andere Türe öffnet sich vor uns. Und weiter geht die Reise.
Sobald wir in unserem Denken (wieder) beweglich werden, werden unsere Leiber (wieder) beweglich. Wir kommen im wahrsten Sinne des Wortes „in die Gänge“.

Nur weil ein Mensch atmet heisst das noch lange nicht, dass er auch lebt! Wenn Wut, Trauer, Selbstmitleid, Ängste… den Menschen, sein Denken und somit Fühlen und Handeln dominieren… wie soll da Leben stattfinden? Es ist durchaus nichts dagegen einzuwenden, negative Gefühle zu durchleben. Ganz im Gegenteil. Doch wenn sie gelebt sind, dürfen sie wie die Wolken am Himmel weiterziehen. Die negativen Gefühle sind ja wohl kaum ein Zustand, in dem ein kluger Mensch verharren möchte.

Es gibt nur eine einzige Art eine Prüfung zu bestehen. Man muss sich ihr stellen. Und sie wird sich solange wiederholen, bis die Lektion verstanden ist.

 

Anmerkung der Autorin: Dieser Blog ist aus zwei Beweggründen entstanden; einerseits, weil ich mich schwer damit getan habe zu akzeptieren, dass ein Mensch, der mir viel bedeutet, aus Angst, dass sich in der Vergangenheit gemachte Erfahrungen in der Zukunft wiederholen könnten, sich (un)-bewusst dazu entschied, in seinen bekannten Mustern verharren zu wollen und damit gegen seine innere Stimme, gegen sich entschied. Andererseits ist das Schreiben für mich ein wichtiger Prozess, um Erlebtes aus einer anderen Perspektive sehen zu können, zu verarbeiten und schlussendlich-  loszulassen.

<img"ZenTangle_Painted by: Barbara Liechti©"/>Gedanken zum Thema Angst

22. Juli 2018/BLi
Angst ist „hausgemacht“
Angst blockiert. Angst beruhtauf Annahmen. Auf Ereignisse, die möglicherweise eintreffen könnten. Jedoch gibt es dafür keine Beweise. Sogar wenn’s schon mal genau so kam heisst das noch lange nicht, dass es wieder so kommt.

Worauf richtet sich immer wieder Ihre Aufmerksamkeit? Auf all jene Dinge, die nicht funktionieren, die stören, die ärgern, die damals so völlig ausser Kontrolle geraten sind, auf die Gefühle von damals, die nie wieder gefühlt werden wollen, auf das damalige „Scheitern“ (wobei Scheitern eine sehr individuelle Definition ist!) uvm.

Solange Sie sich auf jene Dinge konzentrieren, die Sie NICHT in Ihrem Leben haben wollen, holen Sie genau DIESE Dinge IN Ihr Leben rein!  Klingt verrückt, ist aber so. Denn in was legen Sie so viel Energie? In die Gedanken der Angst und die möglichen schrecklichen Folgen.

«Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen,
sondern die Vorstellungen, die er sich von den Dingen macht»
(Epiktet 50-138 n.Chr.)

Was planen Sie?
Woran auch immer Sie denken – es ist, als würden Sie Ihr zukünftiges (Er-)Leben planen.

Wenn Sie sich Sorgen machen, planen Sie Sorgen.
Wenn Sie wertschätzend sind, planen Sie Wertschätzung.
Wenn Sie abwertend sind, planen Sie Abwertung.
Wenn Sie freudvoll sind, planen Sie Freude.
Wenn Sie ärgerlich sind, planen Sie Ärger.
Wenn Sie liebend sind, planen Sie Liebe.

Wenn Sie…, planen Sie…

 

Es ist wie beim Sport: was Sie trainieren, können Sie immer wie besser. Somit meine Frage an Sie: „Was trainieren Sie?“ Trainieren und erwarten Sie das Negative, Schlimme, Schlechte oder das Positive, Schöne, Gute, Funktionierende, die Möglichkeiten?

Karma – selbsterfüllende Prophezeiung – ErWARTung
Das Leben gibt zurück, was wir hineindenken. Es ist das Gesetz der Resonanz. Also tun wir gut daran, unsere Gedanken weise zu wählen… denn es ist jedes Mal eine Bestellung… und es kann ganz gut sein, dass wir bekommen, was wir bestellen! Und: zurückgeben geht dann nicht!

Wozu ist’s gut?
Was „nutzt“ denn die Angst? Ja… jetzt sagen Sie vermutlich: „ja nichts!“. Und ich sage: „Doch! die Angst ist ein „Hilfsmittel“. Sie ist eine Strategie zum Beispiel um zu Vermeiden, um in der Opferrolle zu bleiben, um passiv zu bleiben, um leiden zu können, um kämpfen zu müssen, um die Verantwortung nicht übernehmen zu müssen. Die Angst wirkt immer entmutigend. So wie Sie denken, fühlen Sie sich. So wie Sie sich fühlen, handeln Sie. Also dürfen Sie sich selbst die Frage stellen: „was erlebe ich denn immer und immer wieder?

Tja… und dann ist es ein grosser Irrtum immer wieder dasselbe zu tun (zu denken) und dabei ein anderes Resultat zu erWarten. Anderes Denken = anderes Fühlen = anderes Handeln = anderes Resultat.

So… und was machen wir jetzt daraus?
Angst vor dem Mut - was wäre wenn denn diese verflixte Angst nicht wäre?

  • Was würden Sie dann tun?
  • Wie wären Sie dann?
  • Wer wären Sie dann?
  • Wo wären Sie dann?
  • Was für Entscheidungen würden Sie denn am liebsten treffen?
  • Was würden Sie denn am liebsten erleben?
  • Wo / wann hat es geklappt und was war da anders?

Was würden Sie – wenn Sie gefragt würden – Ihrem besten Freund/Ihrer besten Freundin in der aktuellen Situation raten? Was sehen andere, was Sie selbst nicht sehen? Wie wäre es, wenn Sie einmal mit einem völlig Aussenstehenden sprechen? Was sieht / hört diese Person? Sind Sie bereit, eine andere Sicht anzunehmen?

Gedanken und Gefühle kennen lernen
Gedanken und Gefühle kennen lernen... es ist wichtig, dass wir uns über unsere Gedanken und Gefühle klarer werden. Welche Gedanken wirkend trennend? Welche Gedanken wirken verbindend? In welchen Situationen fühlen Sie sich von sich selbst getrennt? In welchen Situationen fühlen Sie sich mit sich verbunden? Was haben Sie unmittelbar zuvor gedacht?

Es ist sinnvoll sich dazu immer wieder Notizen zu machen. Ausschliesslich als Kopfarbeit funktioniert’s nicht, denn unser Unterbewusstsein sorgt blitzartig dafür, dass wir – sollten wir eine Erkenntnis haben – diese sogleich auch wieder vergessen.

Es bedingt selbstverständlich etwas Mut sich dazu zu entschliessen, sich diese Zeit der täglichen, schriftlichen Selbstreflektion zu nehmen; und dies auch über einen längeren Zeitraum. Und vielleicht sogar eine Aussensicht einholen zu wollen. Doch es lohnt sich allemal! Die Angst loszulassen, sich selbst den Mut zuzusprechen mit sich selbst und den Themen des Lebens anders als bisher umgehen zu wollen – das wirkt so sehr befreiend und löst pures Glücksgefühl in Herz und Seele aus!

 

…dann kommt ein Moment, an dem man am Rande eines Abgrunds steht und einen Schritt nach vorne machen muss. Nur um dann festzustellen, dass da gar kein Abgrund war. (Wiedersehen im Café am Rande der Welt, John Strelecky, S. 248)

„kommt an den Abgrund“, sagte er
„wir können nicht, Meister, wir haben Angst“
„kommt an den Abgrund“, sagte er
„wir können nicht, Meister, wir haben Angst“
„kommt an den Abgrund“, sagte er
Sie kamen
Er stiess sie…
Sie flogen.

Freiheit ist unsere Bestimmung.
Doch wir fürchten uns vor dem Schritt, der uns ins Unbekannt bringt.

Wenn die Welt Kopf steht - Strategien zum Weiterkommen

<img"Mandalas_Painted by: Barbara Liechti©"/>04. März 2018 Barbara Liechti©

Hier gehts zum ErMUTIGungsSnack live: 
https://youtu.be/-skTONSUstY

Alle Mandalas sind in einer für mich äusserst schwierigen Zeit entstanden. Gezeichnet von mir, in einer Zeit, wo meine Seele keinen Halt mehr fand. Das Leben schien für mich sinnlos. Ich fühlte mich alleine, verlassen, wie ein alter Besen zur Seite gestellt. Die Welt wäre ohne mich ein besserer Ort. So mein damaliges Denken. Ich wollte nicht mehr. Und doch… wollte ich… wollte ich das nächste Kapitel meiner Lebensgeschichte zu schreiben beginnen. Doch ich hatte keine Ahnung wie.

Diese Erfahrungen haben mich als Mensch als auch als individualpsychologische Beraterin weiter, weiser, noch verständnisvoller, einfühlsamer gemacht. Zu erfahren wie es sich anfühlt "eigentlich" zu wollen... und doch nicht zu können... und dann doch zu können... wenn die Zeit dafür gekommen ist... eine prägende und unglaublich erMUTIGende Erfahrung und Gewissheit. 

Das Zeichnen von Mandalas – resp. das Ausmalen von Mandalas… die Farben… nur das Mandala und ich - es war lange Zeit die einzige Möglichkeit, mich "am Leben" zu erhalten. Es gab nur mich und die Farben, die Formen. Alles andere, alle Reize von aussen… weg… Abschalten. Die Reizüberflutung, die Gedanken- und Gefühlsüberflutung… es war zu viel für mein Seelenleben. Das Malen war für mich die einzige Möglichkeit, innerlich einigermassen zur Ruhe zu kommen.  

Es war meine Überlebensstrategie. Wir alle haben unsere Eigenen. Für mich war resp. ist es die, wenn mich die Reize von aussen überfluten… der Rückzug nach innen. Stille. Ruhe.

Und dann… irgendwann… nach X Mandalas… ging es in meinen Leben weiter. Es ist eine tief in mir verwurzelte Grundüberzeugung für die ich sehr dankbar bin: "es geht immer wieder irgendwo ein Türchen auf". Und so war es denn auch. Eine Tür nach der anderen begann sich zu öffnen. Kleine Schritte. Die Emotionen kamen manchmal über mich wie Tsunamiwellen. Warfen mich mit aller Wucht auf mich selbst zurück. Lebensstil in Reinform. Denken – Fühlen – Handeln. Manchmal wird eine Lebens-Grundüberzeugung erst Jahre später wirksam. Doch jeder Gedanke, wirklich jeder Gedanke ist ein Saatkorn. Und jedes, wirklich jedes Saatkorn spriesst und wächst… und wird zur erlebten Realität. Denken – Fühlen – Handeln. Ein untrennbares Trio. Es ist der eigene Anteil am LebensGeschehen. Für mich eine selbst erfahrene Tatsache. Eine selbst erfahrene Realitätsstudie.

Das Leben ist ein Bumerang. Jeder Gedanke, den ich denke, wird für mich erlebte Realität.
Das mag für einige harter Tobak sein. Doch: es ist so 😉

Am 03.07.2017 – nach einer wirklich sehr langen, sehr entmutigenden Lebenszeit – sagte mir mein Mann nach 30 gemeinsamen Lebensjahren, dass er die Scheidung will. Ein für mich logischer und folgerichtiger Entscheid. Doch was danach mit mir geschah… das hatte ich nicht ansatzweise erwartet. Ich stürzte ab. Und kaum jemand bekam’s so richtig mit. 

Die Jahre zuvor waren aus ganz unterschiedlichen Gründen für mich sehr, sehr schwierig. Die folgenden 8 Monate übertrafen alles. Ich bin eine starke Person. Zum Glück. In diesen acht Monaten lernte ich mich auf eine völlig neue, tiefe, wegweisende Art kennen. Und ich lernte mein Umfeld kennen. In der Krise zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen. Auch so eine Lebensweisheit. Die sich für mich so sehr bestätigte. Zeitweise stand ich am Abgrund. Ich wusste nicht, wie's weitergehen sollte, hatte Angst, fühlte mich völlig hilflos, ohnmächtig. Ich wollte nicht mehr leben. Dies haben zwei Menschen realisiert und waren auf ihre ganz persönliche Art für mich da. Oder, wenn es weitere realisiert haben, haben sie geschwiegen. Ich weiss es nicht. Heute verstehe ich auch, dass es Momente im Leben eines Menschen geben kann, wo er sich nicht mitteilen kann. Wo die Sprache versagt, wo die Kommunikation aussetzt. 

Das Zeichnen hat mir geholfen. Sehr. Es hat mich über Wasser gehalten.

Ich lebe nun seit gut vier Monaten alleine. Mein ganzes bisheriges Leben habe ich zurückgelassen. Alles. Ich fühle mich heute sehr gut. Frei, gelöst, bei mir. Glücklich. Vor gewissen Emotionen schütze ich mich (noch). Meine Seele braucht noch etwas Zeit um durchzuatmen. Ob ich mich jemals wieder in eine tiefe Partnerschaft einlassen will… Denken - Fühlen - Handeln. Alles hat seine Zeit und das ist gut so. Die Erinnerungen an Ereignisse verblassen… das Gefühl dazu bleibt… eingebrannt in der Seele. Und es gibt Gefühle, die habe ich kennen gelernt und damit ist's jetzt auch gut. Gefühle wollen gelebt werden, erlebt werden, manchmal auch einfach ausgehalten werden. Es ist ok, für eine Weile abzutauchen... um innerlich "gereinigt" - wie Phönix aus der Asche - wieder ins Leben zurückzukehren, am eigenen (Er)-Leben wieder aktiv teilzunehmen, das eigene (Er)-Leben aktiv und bewusst zu gestalten. 
Ich bin für mich selbst verantwortlich. Und so entscheide ich, wo's langgehen soll, so verlasse ich meine eigene Komfortzone in meiner Weise immer wieder um Neues zu tun, Neues zu erleben, anderes Denken als bisher zu trainieren. Ich bin die Regisseurin meines eigenen (Er)-Lebens! Wie befreiend doch diese ErKenntnis ist! 

  • Ich bin glücklich
  • Ich bin gut genug so, wie ich bin
  • Ich entscheide selbst
  • Ich übernehme die Verantwortung für mich und mein Denken – Fühlen – Handeln
  • Ich bin stark
  • Ich darf Fehler machen
  • Ich bin wertvoll, liebevoll, beghert
  • Ich bin bunt, fröhlich, attraktiv, humorvoll, spannend
  • Andere sind da
  • Das Leben ist schön

Alles hat seine Zeit und alles hat seinen Sinn. Wovon ich (unbewusst) überzeugt bin, das wird sich in meinem Leben bestätigen. All jene die sagen, die Individualpsychologie sei eine «Kochbuch-Psychologie»… tja… darüber könnte ich einen weiteren Artikel schreiben. Klar ist für mich, dass die Individualpsychologie den Menschen und seine gesamte Lebensgeschichte aufnimmt und wenn gewollt, enorm viel ErMUTIGung möglich ist. ErMUTIGung, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Nicht immer einfach. Doch emotional lohnend und selbst-erMUTIGend!

Zahlreiche Erfahrungen haben mich geprägt. Ich bin zentriert, bei mir, innerlich in Balance. Heute bin ich mit Menschen aus aller Welt in aktivem Kontakt, wo ich eben diese Erfahrungen, mein Wissen zur Verfügung stellen darf, um diesen Menschen ein Stück ihres Weges leichter machen zu dürfen. Was für ein Geschenk!

Ich ging durch eine für mich empfundene emotionale Hölle. Ich ging diesen Weg alleine. Tjja… wozu ich das tat… wozu ich mich entschied, diesen Weg alleine zu gehen… wieder ein eigener Artikel wert.

Es mag für einige arrogant klingen: doch ich bekomme Rückmeldungen von Menschen, die mich als Vorbild sehen, die mich "bewundern". Wie auch immer… nach aussen haben nur ganz wenige mitbekommen, wie schlecht es mir zeitweise gegangen ist. Ganz bewusst will ich die Botschaft vermitteln, dass nach jeder schweren Zeit wieder die Sonne scheint. Das Leben verläuft nun mal nicht linear und wir werden immer wieder dazu eingeladen, über uns selbst nachzudenken und Veränderungen zuzulassen. Namhaft zu meinem heutigen Wohlbefinden trägt meine Wohnsituation bei. Meine Wohnung entspricht genau mir. Ich fühle mich willkommen und "geliebt". Ich darf bei Menschen leben/wohnen, die mich nehmen wie ich bin, die mich anlächeln, ja sogar anstrahlen, wenn ich nachhause komme! Wow! was für eine wunderschöne Erfahrung!  Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die sicherstellen, dass ich jeden Tag Arbeit habe… ob es Klienten sind, die mir ihr Vertrauen schenken, ob es Mandate sind, die ich ausführen darf. Ich bin sehr dankbar. Es ist für mich erlebte Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

Dieser Blog ist sehr persönlich. Es ist eine andere Art des Verarbeitens. Und wer weiss… da ich zum Glück nicht alleine auf dieser Welt wandle… hilft der eine oder andere Satz jemanden. Im Wissen: «hei… du bist nie alleine!» «Es gibt immer jemand, der dir zuhört, der dich versteht», "es gibt immer Lösungen". 

"Alte Lösungen sind nur für ebenfalls vergangene Probleme gut.
Wenn Sie kreativ sein wollen, vergessen Sie einfach, dass Sie Erfahrungen haben"
- Paulo Coelho, Der Sieger bleibt allein -

Wie sagte mir gestern ein mir extrem lieber Mensch: «manchmal reicht es aus, einfach gemeinsam eine Sache zusammen auszuhalten».
Ich liebe das Leben und es ist schön, gibt es mich.

Ich wünsche mir, dass Sie sich das auch sagen können – aus tiefster Überzeugung heraus!

Die Gedanken sind frei…

01. März 2018_Barbara Liechti©

Version 1856/1865 —gefunden auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei

1. Die Gedanken sind frei,
Wer kann sie errathen?
Sie rauschen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wißen,
Kein Jäger sie schießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

Jede/r ist für sein Denken selbst verantwortlich. Stellen wir uns doch die Frage: soll „es“ für uns denken oder wollen wir bewusst denken? Je bewusster wir denken, je bewusster treffen wir unsere Entscheidungen. Und übernehmen auf diese Weise mehr und mehr die Regie unseres (Er)-Lebens. Unser Gehirn ist ständig in Aktion. Und so erstaunt es nicht, dass wir lediglich einen Bruchteil von unserem "Denken" realisieren. 
Denken, Fühlen, Handeln. Das untrennbare Trio.  
Vom (Lebens)-Statist zum (Lebens)-Gestalter.

2. Ich denke was ich will
Und was mich beglücket,
Doch alles in der Still
Und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
Kann niemand verwehren.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

Denken wir tatsächlich WAS wir wollen?
Denken wir tatsächlich was uns glücklich macht?
Wir denken ununterbrochen... wie hört sich das hörbare Selbstgespräch an? Wie sprechen wir mit uns? 

Mögliche Übung:
Wenn wir einmal davon ausgehen, dass der laut ausgesprochene Gedanke für das Unterbewusstsein hörbar ist… Welche Veränderung könnte sich nach und nach einstellen, wenn Sie ab sofort erMUTIGenden, positiven, freudvollen, erwartungsvollen Gedanken denken und hörbar sagen würden? Wäre sicher spannend, das herauszufinden :-) 

Machen wir unsere Wünsche und Bedürfnisse wiederholt nicht wichtig, werden wir in ein emotionales Defizit abdriften; und kommen mehr und mehr innerlich unter Druck. Diesen Zustand halten wir je nachdem lange aus… bis es eben nicht mehr geht… und brechen dann mit einer „Hauruck-Übung“ aus.

Mögliche Übung:
Wie wäre es, deutlich früher auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und sie immer wieder auch auszuleben?

3. Und sperrt man mich ein
Im finsteren Kerker,
Das alles sind rein
Vergebliche Werke;
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei.

Die Schranken und Mauern, die sich Jede/r selbst erbaut hat.
Indem wir uns unsere Grundüberzeugungen aus Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus frühester Kindheit zusammengestiefelt haben. Und munter halten wir als Erwachsene diese—damals geltenden - Schranken und Mauern aufrecht. Unsere Emotionen behalten wir "im Keller" weggesperrt. Emotionen zu zeigen ist für zahlreiche Menschen nach wie vor ein Zeichen von Schwäche.
Wie befreiend es doch ist, mutig zu seinen Emotionen zu stehen, sie zu zeigen! eMOTIONen bewegen uns. 
Wir verhalten uns -  vor allem wenn wir innerlich unter Druck kommen - wiederholt unbewusst wie damals als wir noch Kleinkinder waren… und wundern uns, dass sich das Ergebnis nicht ändert. Es macht wenig Sinn, Veränderung zu erwarten, und immer wieder dasselbe zu tun.

Mögliche Übung:
Was liesse sich verändern? Was wären Sie bereit, (anders) zu denken als bisher? Auf welches (entmutigende) Verhalten könnten Sie sich vorstellen, verzichten zu wollen? Was können Sie aus der aktuelle Situation lernen? Was braucht es, damit Sie bereit sind, Ihre (Erlebens)-Welt, Ihre Komfortzone (kurzzeitig) zu verlassen? Info: sobald wir unsere Komforzone verlassen, kreieren wir in unserem Gehirn neue Gedankenpfade. Neues tun bedeutet neue Erfahrungen machen. Neue Erfahrungen machen bedeutet lernen. Neue Erfahrungen  machen bedeutet... was für Sie?

Die Gedanken sind frei! Sie sind immer frei das denken zu wollen, was Sie wollen, was Ihnen guttut, was Sie beflügelt, was Sie ErMUTIGt.
Kein anderer denkt für Sie. Sie sind Ihr eigener Gedankenkreateur.

4. Nun will ich auf immer
Den Sorgen entsagen,
Und will mich auch nimmer
Mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen
Und denken dabei:
Die Gedanken sind frei.

Welch ErMUTIGende Entscheidung, sich auf stärkende, positive Gedanken fokussieren zu wollen!  Denken und sagen Sie nicht länger, was Sie nicht wollen.
Denken und sagen Sie ab sofort, Was Sie Wollen. Das ist ein kleiner, doch wesentlicher Unterschied der den Unterschied machen wird.

5. Ich liebe den Wein,
Mein Mädchen vor allen,
Die thut mir allein
Am besten gefallen.
Ich sitz nicht alleine
Bei einem Glas Weine,
Mein Mädchen dabei:
Die Gedanken sind frei.

Umgeben Sie sich mit Menschen und Situationen, die Ihnen guttun! 

"Denke, die Welt ist ein Jammertal, dann denkst du dich hinab.
Denke, die Welt ist ein Freudenfest, dann denkst du dich hinauf.
Und es wird immer mehr Anlässe zur Freude geben, weil du nach dem Gesetz der Resonanz anderen Menschen und anderen Situationen im Leben begegnest.

Jetzt entscheide, was wählst du über die Welt zu denken
Schmerz oder Frieden – deine Wahl"
(Quelle unbekannt)

Gedanken zum Thema Veränderung

<img"Foto_by_Barbara_Liechti©_201801_Pontresina_Winterlandschaft_unbewachter_Bahnübergang"/>… löst Ängste aus

"Wenn ich schon nur daran denke…"
Dies könnte einer der ersten Gedanken sein, wenn an Veränderung gedacht wird. Und schon lassen wir’s lieber bleiben… weil wir doch so einiges nicht einschätzen können. Wir stellen uns Fragen wie: „was, wenn’s nicht gut kommt?“

Solange Sie sagen: „ich kann das nicht“, „ich bin nicht gut genug“, „andere sind besser“, „ich traue mich nicht“…solange wird dies Ihre immer wiederkehrende Realität sein. Der Weg zur Veränderung beginnt bei der Angst. Da wo Ihre Angst ist, da geht es lang. Stellen Sie sich Ihren Ängsten und Sie kommen weiter. Übrigens: ganz unter uns gesagt; wir befürchten meist viel mehr, als schlussendlich dann wirklich eintrifft! Wir sind super darin, uns die buntesten Worstcase-Szenarien auszudenken! 

Hier geht's zum ErMUTIGungsSnack-Video: https://youtu.be/A3KBTK-cTHg


"Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen,
sondern die Vorstellungen, die er sich von den Dingen macht"
- (Epiktet 50-138 n.Chr.) –

"Nicht die Erlebnisse diktieren unsere Handlungsweisen,
sondern die Schlussfolgerungen, die wir aus diesen Erlebnissen ziehen"
– Alfred Adler 1870 – 1937) –

Zahlreiche Menschen fürchten sich davor, was sie alles verlieren (könnten) und sehen dabei nicht, die vielen Möglichkeiten, Chancen, was sie alles dazu gewinnen können.

 

Veränderung als Konstante im Leben
Nichts bleibt wie es ist. Früher oder später stellt sich eine Veränderung ein, zwingt uns das Leben eine Veränderung auf, wollen wir selbst eine Veränderung bewusst herbeiführen weil…
Auch dann, wenn wir uns „eigentlich“ gar nicht verändern wollen, bringt dies zahlreiche Chancen mit sich. Chancen, die wir zu Beginn womöglich übersehen, nicht wahrhaben wollen. Den „Stier“ bei den Hörnern packen und etwas Neues zulassen - das könnte Ihr Motto werden ;-) 

Das untrügliche Wissen in sich „wenn ich es wirklich will… dann schaff‘ ich’s!“
Wenn Sie es sich vorstellen können, dann schaffen Sie es auch! Schritt für Schritt vorwärts gehen. Raus aus dem Grübeln – rein in die Bewegung!

Ja sicher, Veränderung braucht Mut – mal mehr, mal weniger
Doch Mut tut gut! Mutig zu sein macht Spass, macht Freude, macht Lust auf mehr, erzeugt SelbstverTrauen.Ich bin mir sicher: wenn Sie Veränderung wirklich wollen, dann kann Sie nichts und niemand aufhalten. Sonst finden Sie tolle Entschuldigungen, Ausreden, Erklärungen warum’s so bleibt wie’s ist… Es ist so wichtig, dass Sie bewusst Veränderung in Ihrem Leben zulassen, ja sie bewusst selbst herbeiführen. So lernen Sie Neues und legen in Ihrem Gehirn dadurch neue Gedankenpfade an. Sie lernen.
Also: wollen Sie Veränderung in Ihrem (Er)-Leben lassen? Ja! Was könnte ein erster Schritt sein?

Loslassen
Im Leben ist es manchmal so, wie wenn wir uns von Baum zu Baum schwingen: um von einem Ast zum nächsten hangeln zu  können, müssen wir die eine Hand irgendwann loslassen, damit wir den nächsten Ast greifen können. In dem Augenblick, in dem wir loslassen und den nächsten Ast noch nicht ergriffen haben, in diesem kurzen Augenblick ist unsere Hand frei und wir könnten abstürzen. Manchmal wissen wir ganz genau was zu tun ist, damit wir glücklicher, freier, uns selbst sein könnten. Manchmal sind wir sogar in der Lage, eine kleine Veränderung herbeizuführen… doch wir bleiben «zur Sicherheit» dennoch in unserer Komfortzone. Effektives LosLassen löst Angst, Unsicherheit aus, so dass wir uns (wieder) dazu entscheiden, besser auf unserem bekannten Ast sitzen zu bleiben. Den kennen wir wenigstens, wissen wo seine «Schwachstellen» sind und fühlen uns «auf sicherem Terrain». Vielleicht bricht der Ast dann irgendwann doch ab… und DANN sind wir dazu gezwungen, uns der neuen Situation anzupassen… ob es uns gefällt oder nicht. Also wozu auf diesen Moment warten? 

Fazit: die eigene Erfahrung ist der einzig wahre Weg herauszufinden, was für Sie stimmt. Nicht länger zweifeln, nicht länger nachdenken – handeln!
Alles ist eine Frage der selbst getroffenen Entscheidungen. Jede und jeder ist für sich selbst verantwortlich. Sie auch ;-)

Auf dem Weg
Vorsicht vor Fallen wie „es muss perfekt sein“, „Fehler machen ist nicht erlaubt“ Perfektionismus ist nicht erstrebenswert. Fehler machen dagegen schon. Denn die Fehler, die wir machen, sind unsere besten Lehrmeister! Also: machen Sie Fehler und lernen Sie daraus!

Korrekturen anbringen
Auch das ist wichtig und richtig; in sich hinein fühlen. Spüren, ob die Richtung, die Entwicklung stimmig ist. Sollten sich die Dinge in eine andere Richtung entwickeln, als es Ihnen gut tut => Richtungskorrektur! Umgehend.

Zur Ruhe kommen, Stabilisieren – neue Gewohnheiten entstehen lassen
Je nach Intensität und Dauer der Veränderung braucht die Seele Zeit um die Eindrücke zu ordnen, zu verstehen und zu verarbeiten. Suchen Sie sich Möglichkeiten zur inneren Ruhe zu kommen. Besinnen Sie sich auf Ihre frühe Kindheit: was taten Sie damals, um sich innerlich wieder zu beruhigen?
Geben Sie sich Zeit, legen Sie Pausen ein. Hören Sie auf sich.
Und bald wird das Neue zur Gewohnheit… Behalten Sie sich die Achtsamkeit, die Sie sich während der Veränderungsphase aufgebaut haben, aufrecht! 

Aus eigener Erfahrung
Wie oft liegen wir bei unseren Erwartungen völlig daneben; schlussendlich kommt so vieles anders, besser als erwartet.
Wo wir Ablehnung erwartet hatten, erleben wir Akzeptanz, Verständnis, Respekt u.ä.
Wo wir glaubten, völlig alleine, verlassen zu sein… machen wir wiederholt die Erfahrung, dass es Menschen gibt, die da sind. Plötzlich tauchen sie auf… und sind auf ihre eigene, wunderbare Weise da. Niemand muss alleine sein!  Es gibt so viele Möglichkeiten der Gemeinschaft.
Wo wir glaubten, nicht gut genug, nicht stark genug, nicht selbständig genug etc. zu sein, stellt sich schlussendlich heraus, dass wir gut genug, stark genug, selbständig genug – eben GENUG! sind.
Wo die Gefühle uns zu verschlingen drohten, wir keinen Ausweg sahen und in der Dunkelheit zu versinken drohten… braucht die Seele einfach mal eine Verschnaufpause… taucht ab um sich zu regenerieren; um dann wie Phönix aus der Asche in neuem Glanz und in neuer Stärke wieder aufzustehen.

"Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll"

- Georg Christoph Lichtenberg -

Veränderung beginnt immer bei dir selbst!
Wenn du es dir vorstellen kannst, dann schaffst du es auch! 

Sieben Gedanken... zum Thema Mut

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05. November 2017 / Barbara Spring

Hier geht's zum Video: https://youtu.be/IbS1oGK7xXU


Definition gemäss Duden:
Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte.
[grundsätzliche] Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält.

Synonyme zu Mut:
Beherztheit, Bravour, Draufgängertum, Entschlossenheit, Forschheit, Furchtlosigkeit, Heldentum, Kühnheit, Risikobereitschaft, Rückgrat, Tapferkeit, Unerschrockenheit, Verwegenheit, Wagemut, Waghalsigkeit, Zivilcourage; (gehoben) Mannhaftigkeit; (bildungssprachlich) Heroismus; (umgangssprachlich) Courage, Mumm, Schneid, traute; (leicht abwertend) Tollkühnheit; (veraltend) Bravheit, Herzhaftigkeit

 

Was ist Mut?
Den Anforderungen des Lebens mutig, in positiver Grundeinstellung begegnen zu wollen.

  • Mut zur Bereitschaft, Verantwortung – primär für sich selbst – übernehmen zu wollen.
  • Mut zu Transparenz, Offenheit, Ehrlichkeit, Verbindlichkeit.
  • Mut authentisch zu sein – auch wenn wir dadurch ab und zu anecken.
  • Mut auch immer wieder die Bereitschaft zu haben, den ersten Schritt zu tun!
  • Mut Konflikten begegnen zu wollen – und sie auf gleichwertige Art und Weise lösen zu wollen – mutig win-win-Situationen schaffen zu wollen.
  • Mutig den eigenen Standpunkt klar zu machen und wenn notwendig, auch zu vertreten. Den Mut zu haben, ab und zu auch anzuecken.
  • Mutig zu akzeptieren, dass wir nicht von der ganzen Menschheit geliebt werden – Ablehnung mutig begegnen und aushalten zu wollen – ich bin gut genug so, wie ich bin!
  • Mutig eigene Fehler eingestehen und: daraus lernen zu wollen.
  • Mutig die eigenen Grenzen zu kennen, zu setzen, zu verändern – mutig auch die Grenzen anderer anzuerkennen, zu respektieren – was für mich gilt, soll auch für dich gelten: bis hier her und nicht weiter! Gegenseitiger Respekt.
  • Mut zu Beharrlichkeit, Ausdauer – diese Eigenschaften braucht es, um ein Ziel erreichen zu können.
  • Mut um Neues kennen zu lernen, Neues auszutesten.
  • Mut zum Träumen und diese Träume in die Realität umzusetzen.
  • Mut zu sich selbst stehen zu wollen – Mut zur Andersartigkeit, zur Eigenartigkeit.
  • Mut zur Eigenständigkeit.

Entmutigung vs. ErMUTigung
Was wir nicht gut können, tun wir immer wie weniger und können es dadurch immer wie weniger gut – bis wir davon überzeugt sind, es nicht zu können. Für uns wird dies dann zu einer Schwäche, zu einem Manko. Wir entmutigen uns selbst.
Was wir gut können, haben wir immer und immer wieder getan, geübt, trainiert… solange, bis wir es so gut konnten, so dass es für uns zu einer Stärke geworden ist. Wir erMUTigen uns selbst.
Womit haben Sie aufgehört? Was üben Sie schon gar nicht mehr? Was tun Sie nie wieder, weil es ja das letzte Mal… als Sie es endlich wieder einmal versuchten, für Sie so schrecklich endete?
Übung macht den «Meister». Was Sie unbedingt wollen, bekommen Sie auch hin. Es braucht einfach etwas Mut… siehe dazu auch unter Punkt 4.

Erlernte Muster
Was «Hänschen» gelernt… tut «Hans» immer wieder. Die in der frühen Kindheit erlernten Muster, Denkweisen, Handlungsstrategien begleiten uns unser Leben lang. Entscheidungen, die wir als Erwachsene treffen, folgen grösstenteils den in der frühen Kindheit gestellten Weichen. Mit anderen Worten: wir verhalten uns als Erwachsene unbewusst wie damals, als wir Kleinkinder waren. Lassen Sie diese Aussage einen Augenblick auf sich wirken… welche Muster kommen Ihnen in den Sinn? Welche Muster kommen Ihnen nur zu bekannt vor?

Was könnten Sie womöglich einmal anders denken, anders tun? Es ist auf jeden Fall mehrere Versuche wert! Erweitern Sie Ihren Entscheidungs- und Handlungsspielraum.

Selbst- vs. FremderMUTIGung
In erster Linie ist jede/r für sich selbst verantwortlich. So sind wir auch immer wieder dazu eingeladen, die bewussten negativen Selbstgespräche in bewusste, erMUTigende Selbstespräche umzuwandeln.
Wie hätten Sie denn gerne, dass man mit Ihnen spricht? Beginnen Sie jetzt gleich selbst damit und seien Sie Ihr eigener ErMUTIGer / Ihre eigene erMUTIGerin!
Realisieren Sie, wenn Sie von aussen erMUTigt werden? Mit einem wohlwollenden Lächeln, einem Dankeschön, einem Feedback, einer Geste…

Die Angst vor der Veränderung und die ErMUTigung der Erkenntnis des Gewinns
Sich zu verändern löst bei zahlreichen Menschen Angst aus. Angst vor der Veränderung weil das, was danach sein wird, nicht bekannt, nicht einschätzbar ist.
Und wenn diese Hürde einmal genommen, fällt dem Neuen, dem Anderen die Maske der Furcht ab… kommt die Erkenntnis, dass das Neue, das Andere einfach anders und sehr bald schon wieder Routine ist.

Vorsicht Infektionsrisiko: ErMUTigung ist ansteckend
Wie reagieren Sie, wenn Sie erMUTigt sind?
Wie reagieren Sie, wenn Sie erMUTigt werden?
ErMUTigung ist ansteckend…

 

«Alles sagt mir, dass ich kurz davorstehe, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Aber wer handelt, macht zwangsläufig auch Fehler. 
Was will die Welt von mir? Dass ich keine Risiken eingehe? 
Dass ich wieder dahin zurückkehre, wo ich herkomme, 
und nie den Mut aufbringe, ja zum Leben zu sagen?»

(Paulo Coelho, Elf Minuten)